Triest - Muggia - Udine

21.04.2016

 

Wir starten unsere erste Fahrt mit unserem Pössl Roadcruiser. Erstes Ziel ist das in 485 km entfernt gelegene Triest, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und zugleich auch Hauptstadt der Region Friaul Julisch Venetien. Triest ist mit 200.000 Einwohnern die östlichste Großstadt Italiens. Ihre exponierte geografischen Lage und die damit verbundene Geschichte der Stadt prägen bis heute das Erscheinungsbild: österreichisch-ungarische, slowenische, venezianische und eine ganze Reihe anderer Einflüsse spiegeln sich besonders im architektonischen Bereich wider. Amtssprachen sind Italienisch und Slowenisch.

Wir erreichen das Zentrum über die 17 km lange, in Borgo San Mauro beginnende Küstenstraße. Uns gefällt das Zentrum der Stadt auf Anhieb und wir suchen fieberhaft nach einem Parkplatz für unser 6,40 m langes Automobil. Wie in vielen italienischen Städten herrscht auch hier ein notorischer

Parkplatzmangel. Doch nach nur 20 Minuten können wir unser Auto gut und kostenfrei parken und starten unsere Tour.

 

 

Ein kurzer Fotostopp im Hafen von Grignano  - einige Kilometer vor dem Stadtzentrum - bildet

einen wunderbaren Auftakt für unsere Reise. 

 

 

Piazza dell'Unità d'Italia mit dem Regierungspalast. Als einer der weltweit größten Plätze mit einer offenen Seite zum Meer bildet die Piazza mit den imposanten Palazzi den repräsentativen Mittelpunkt von Triest.

Das Zentrum Triests versprüht Glamour und Charme. Der lange Einfluss der Habsburger ist überall sichtbar. In Triest waren einige Architekten tätig, die auch das Erscheinungsbild Wiens prägten, wie etwa Heinrich von Ferstel oder Friedrich Schachner. Doch ebenfalls venezianische Einflüsse und typisch faschistische  Monumentalbauten der 1920er und 1930er Jahre mischen sich unter die Gesamtansicht. So sagt es zumindest unser Reiseführer. 

 

  

Tanz auf der Piazza dell'Unità d'Italia in historischen Kostümen.

 

 

Blick auf das Rathaus durch die Torbögen des Regierungspalastes.

 

 

Unmittelbar gegenüber der Piazza dell'Unità d'Italia befindet sich die Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe. Bei unserer Ankunft lag die Costa Mediterranea vor Anker. Ein imposanter Anblick.

 

 

Der Palazzo della Borsa Vecchia ist heute Sitz der Triester Handelskammer.

 

 

Canal Grande. Das schachbrettartig angelegte Viertel um den Canal Grande ist vor allem als Shoppingmeile bekannt. Der Kanal führt rechtwinklig zum Meer und ist auf beiden Seiten von Cafés, Bars und Restaurants gesäumt. Heute ist hier eine Sportveranstaltung geboten.

 

 

Die Chiesa Sant'Antonio Nuovo ist das größte katholische Gotteshaus in Triest. Im Inneren des einschiffigen Kirchengebäudes befinden sich die Werke von zahlreichen venezianischen und deutschen Malern des 18. und 19. Jahrhunderts.

 

 

Sonnenuntergang im Yachthafen mit Reflektion auf dem Autodach.

 

 

Unser Stellplatz für die Nacht. 

 

 

 

 

 

Die kleine Hafenstadt Muggia liegt 11 km vom Zentrum von Triest und nur wenige Kilometer von der slowenischen Grenze entfernt. Die Altstadt ist gut erhalten. Von der Stadtmauer kann man noch das Osttor und einen Turm bewundern. Kleine, malerische Gassen führen zum Hauptplatz, der Piazza Guglielmo Marconi, mit Dom und Palazzo Comunale. Ein venezianisches Löwenrelief am Palazzo erinnert an die Zeit unter venezianischer Herrschaft. Auf einem in der Stadt gelegenen Hügel, dem ursprüglichen Zentrum, erhebt sich die dreischiffige Basilika Santa Maria Assunta.Wir bummeln durch die Gassen hinauf zur Basilika und durch den Hafen zurück zur Piazza. Bei einem Espresso und einem Cappuccino beobachten wir das lebhafte Treiben eines Sonntagvormittags, das hier und da ein schönes Fotomotiv bietet. 

 

Schmale, pittoreske Gässchen führen zur Piazza Guglielmo Marconi, dem Hauptplatz von Muggia.

 

 

Die Piazza Guglielmo Marconi mit dem gotischen Dom. Ein bewölkter Himmel lässt das Foto trist erscheinen, doch die Häuserfronten bilden eine wundervolle Kulisse.

 

 

 

 

Aufgang nach Muggia Vecchia zur Basilika. 

 

 

Der kleine Fischereihafen ...

 

 

... und Yachthafen

 

 

 

 

Am Montagvormittag erreichen wir die Universitätsstadt Udine. Die 99.000-Einwohner-Stadt besitzt eine schöne Altstadt und ist ein gekonnter Kontrast zu Triest. Der Einfluss der fast 400 Jahre andauernden venezianischer Herrschaft (von 1420 bis 1797) ist noch bis heute sichtbar. Man spürt förmlich den Geist der damaligen Zeit. Die Zentren der Stadt bilden zwei Plätze.Die Piazza Matteotti ist eingefasst von kleinen und farbenfrohen Bürgerhäusern. Hier befinden sich kleine Geschäfte, Cafés und Trattorien und die Kirche San Giacomo. Das zweite Zentrum bildet die Piazza della Libertà.  Hier ist alles vorhanden, was eine venezianische Stadt ausmacht: Markuslöwe, ein Uhrturm wie in Venedig, bronzene Mohren, ein Palais der venezianischen Spätgotik sowie zwei vor Kraft strotzende Statuen – Herkules und Cacus. Alleine dieser Platz rechtfertig einen Besuch der Stadt. Durch den Triumphbogen Arco Bollani führt der Weg hinauf zum Castello (erbaut 1517) mit schönem Blick über die Stadt. 

 

 

Piazza Matteotti.

 

 

Die Kirche San Giacomo auf der Piazza Matteotti. 

 

 

 

 

Mit drei Hunden im Schlepptau fallen wir überall auf, und die Hunde bekommen Extra-Streicheleinheiten. 

 

 

Piazza delle Libertà. Die Loggia del Lionello (erbaut 1448 -1456), ein Palais der venezianischen Spätgotik.

 

 

Under den Arcaden der Loggia del Lionello.

 

 

Piazza delle Libertà.

 

 

Der Venezianisch Löwe.

 

  

Es sieht aus wie gemalt. Beeindruckende Häuserfassaden in der gesamten Innenstadt.

 

 

Bilderrätsel.

 

 

Ledra Kanal. Sechs Kanäle duchzogen im Mittelalter die Stadt, drei davon existieren noch heute: die Roggia di Ledra, die Roggia di Udine und die Roggia di Palma. Seit Jahrhunderten bildeten diese Kanäle die Lebensquelle der Stadt und trugen wesentlich zu ihrem Gedeihen und Aufblühen bei.

 

 

Auch in Udine hatten wir Glück und fanden den optimalen Parkplatz für unser Gefährt. Leider neigen sich die freien Tage dem Ende und wir begeben uns auf die Heimreise. 

 

 

 

 

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