Wir sind in Warschau

28.05.2015

Ein Besuch Warschaus ist wahrscheinlich nicht die erste Wahl vieler Städtereisender. Doch zu Unrecht, wie wir finden. Warschau ist jung, dynamisch und pulsierend, und das spürt man an jeder Straßenecke. Wir wandern abseits der touristischen Altstadt und kommen mit den Menschen ins Gespräch, die für Menschen- und Tierrechte auf die Straße gehen. Wir entdecken Wochenmärkte versteckt in alten Fabrikhallen und wandeln auf den Spuren des Warschauer Ghettos, an das heute kaum noch etwas erinnert. Ein alter Mann weist uns freundlich auf eines der unscheinbaren Denkmäler hin. Aber natürlich muss man auch die wunderschöne Altstadt besuchen, bei der es sich eigentlich um eine perfekte Rekonstruktion handelt. 90% der Altstadt wurden im 2. Weltkrieg zerstört. Der Wiederaufbau wurde durch die polnischen Bevölkerung geleistet und durch Spendengelder finanziert. Nach 32 "Zufußkilometern" haben wir noch längst nicht alles gesehen, und wir hätten gerne noch ein paar Tage verlängert.

 

 

 

Alte Grabsteine soweit das Auge reicht. Interessant fanden wir, dass auf vielen Gräbern kleine Kieselsteinchen lagen. Sie sind nach jüdischer Tradition ein Beweis der Ehre und ersetzen die Blumen.

 

 

Jüdischer Friedhof. Der 33 ha große Friedhof wird auch heute noch genutzt. 1806 wurde er hinter der Stadtgrenze errichtet. Er bietet Unmengen an Fotoszenen. Der alte Teil ist verwachsen und wirkt geheimnisvoll. Der Eintritt in den Friedhof ist frei. Wer möchte kann aber eine Spende zur Pflege und Restaurierung hinterlassen. 

 

 

Streetart ist an vielen Mauern, Brückenpfeilern und Häuserfronten zu finden. Dieses nette Konterfei hat uns gut gefallen.

 

 

 

 

 Stadttaube.

 

 

 Droschkenfahrer. Sie prägen das Bild der Altstadt.

 

 

Bürgerhäuser am Altstadtmarkt. Man sieht ihnen nicht an, dass es sich um eine perfekte Nachbildung handelt.

 

 

 Der Schlossplatz (Pl Zamkowy) bildet das Tor zur Altstadt.

 

 

Blick auf das National Stadion. Es ist inzwischen so etwas wie das Symbol des neuen Warschaus geworden und zählt heute zu den modernsten Sportanlagen Osteuropas.

 

 

Brückenpfeiler der Most Swietokrzyski.

 

 

 Regenschauer am Abend.

 

 

Wandeln auf den Spuren des Warschauer Ghettos. Viel ist nicht übrig geblieben. Nur hier und da erinnert ein Mauerrest oder ein kleines Denkmal daran.

 

 

Die Wolkenkratzer Warschaus bilden einen beeindruckenden Kontrast zum benachbarten Kulturpalast. 

 

 

Blick von der Aussichtsterrasse des Kulturpalastes zur einen Seite.

 

 

 ... und Blick von der Aussichtsterrasse des Kulturpalastes zur anderen Seite. Die Aussichtsterrasse befindet sich im 30. Stock in 114 m Höhe des Gebäudes.

 

 

Der alles überragende Kulturpalast mit seinen 234 m Höhe ist als Orientierungspunkt nicht zu übersehen und fast im gesamten Stadtbild Warschaus präsent. Das "Geschenk" der Sowjetunion an das polnische Volk, das in nur 3 Jahren Bauzeit fertiggestellt wurde, war lange Zeit das meistgehasste Gebäude der Stadt. 

 

 

 

 

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